Q&A zum TMSnat
1. Was ist der TMSnat? Der TMSnat (Test für medizinische Studiengänge mit naturwissenschaftlichem Anteil) ist ein freiwilliger Eignungstest für das Medizinstudium sowie verwandte Studiengänge wie Zahn- und Tiermedizin. Er löst ab 2027 die bisherigen Tests TMS und HAM-Nat ab.
2. Wann findet der TMSnat erstmals statt? Der TMSnat wird erstmals im Frühjahr 2027 durchgeführt und findet anschließend zweimal jährlich statt. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.
3. Warum wird der TMS durch den TMSnat ersetzt? Der TMSnat entsteht als Fusion aus dem bisherigen TMS und dem HAM-Nat, um einen einheitlichen Test zu schaffen, der an allen staatlichen deutschen Universitäten berücksichtigt wird. Die bisherige Zweiteilung – TMS an den meisten Unis, HAM-Nat nur an wenigen – gehört damit der Vergangenheit an.
4. Ist der TMSnat Pflicht? Nein, der TMSnat ist freiwillig. Da er jedoch an allen staatlichen Universitäten im Auswahlverfahren berücksichtigt wird und einen enormen Einfluss auf die Zulassungschancen hat, ist er für alle, die einen Medizinstudienplatz anstreben, unverzichtbar.
5. An welchen Universitäten wird der TMSnat akzeptiert? Das Ziel ist, dass der TMSnat bundesweit an allen staatlichen Universitäten für Human-, Zahn- und Tiermedizin anerkannt wird. Wie stark er an den einzelnen Standorten gewichtet wird, entscheidet jede Universität individuell in ihrer Auswahlsatzung.
6. Wie oft darf man den TMSnat schreiben? Der TMSnat ist unbegrenzt wiederholbar, also anders als der alte TMS, der nur zweimal geschrieben werden durfte. Wer beim ersten oder zweiten Versuch kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, kann den Test einfach erneut ablegen.
7. Was kostet der TMSnat? Die Testgebühr beträgt 100 Euro. Genauso wie beim alten TMS.
8. Wie lange dauert der TMSnat? Die reine Testzeit beträgt 298 Minuten. Zusammen mit der einstündigen Mittagspause dauert der gesamte Testtag also knapp sechs Stunden.
9. Wie ist der TMSnat aufgebaut? Der TMSnat besteht aus sieben Untertests, die in einen Vormittags- und einen Nachmittagsteil gegliedert sind. Der Vormittag umfasst Naturwissenschaftsfragen, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis und Quantitative und formale Probleme. Der Nachmittag besteht aus Fakten lernen, Textverständnis, Diagramme und Tabellen sowie Arithmetisches Problemlösen.
10. Welche Untertests stammen aus dem TMS, welche aus dem HAM-Nat? Aus dem TMS übernommen wurden: Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Quantitative und formale Probleme, Textverständnis, Diagramme und Tabellen sowie Fakten lernen. Aus dem HAM-Nat stammen: Naturwissenschaftsfragen und Arithmetisches Problemlösen.
11. Welche Untertests sind im TMSnat neu im Vergleich zum TMS? Neu hinzugekommen sind die beiden HAM-Nat-Untertests: Naturwissenschaftsfragen und Arithmetisches Problemlösen. Gleichzeitig fallen drei der vier schnell trainierbaren TMS-Untertests – Schlauchfiguren, Muster zuordnen und Figuren lernen – komplett weg.
12. Was wird in den Naturwissenschaftsfragen geprüft? In diesem Untertest werden 40 Fragen zu den Themen Mathe, Physik, Chemie und Biologie gestellt. Es handelt sich um reines Faktenwissen. Also kein Können oder komplexe Fähigkeiten werden abgerufen, sondern gelerntes Wissen wiedergegeben.
13. Ist der TMSnat schwieriger als der alte TMS? Ja – das ist die Einschätzung ehemaliger TMS-Teilnehmer. Die leicht trainierbaren Untertests fallen weg, während die anspruchsvollen, zeitintensiven Teile vollständig erhalten bleiben. Zusätzlich kommen mit den HAM-Nat-Untertests zwei weitere herausfordernde Bereiche hinzu. Deswegen lohnt es sich den TMS im Herbst 2026 noch mitzuschreiben.
14. Wie lange sollte man sich auf den TMSnat vorbereiten? Wir empfehlen mindestens 16 Wochen Vorbereitungszeit. Wer parallel noch das Abitur oder andere Verpflichtungen hat, sollte bestimmte Bereiche noch früher beginnen.
15. Wie bereitet man sich auf die wissensbasierten Untertests vor? Für die Naturwissenschaftsfragen braucht man didaktisch gut aufbereitete Materialien, die genau das relevante Wissen in Mathe, Physik, Chemie und Biologie vermitteln – nicht zu viel, nicht zu wenig. Besonders wichtig sind ausführliche Musterlösungen, durch die man das Wissen wirklich verinnerlicht und jede Menge Übungsaufgaben auf Testniveau.
16. Wie bereitet man sich auf die fähigkeitsbasierten Untertests vor? Hier lautet die Devise: üben, üben, üben. Wichtig ist, dass die Materialien nicht nur Aufgaben enthalten, sondern auch ein klares Regelwerk, Strategien und Tipps für jeden Untertest – kombiniert mit vielen Simulationen (auf aktuellem Testniveau!!!) und ausführlichen Musterlösungen.
17. Welcher Untertest ist am schnellsten trainierbar? Fakten lernen ist der einzige Untertest, der sich vergleichsweise schnell auf ein hohes Niveau trainieren lässt. Hier sollte man möglichst alle Punkte rausholen.
18. Gilt mein altes TMS-Ergebnis noch? Ja. Die TMS-Ergebnisse sollen auch für Bewerbungen zum Wintersemester 2027/28 und Sommersemester 2028 noch gewertet werden können. Die genauen Übergangsregelungen legt jede Universität individuell fest.
19. Wann werden die genauen Testtermine und Anmeldeinformationen veröffentlicht? Die genauen Termine und alle weiteren Informationen zur Anmeldung werden über die offizielle Seite tms-info.org veröffentlicht. Wir ergänzen diesen Artikel, sobald die offiziellen Informationen vorliegen.
20. Muss man in jedem Untertest perfekt abschneiden? Nein. Man muss nicht in jedem einzelnen Untertest top performen. Wer in manchen Bereichen etwas schwächer ist, kann das mit starken Ergebnissen in anderen Untertests ausgleichen. Das Gesamtergebnis zählt und das ist mit der richtigen Vorbereitung absolut erreichbar.