Von 50 % auf 95 % im TMS!

Was ich bei meinem 2. TMS geändert habe und wie du es auch schaffen kannst.


Hello an alle zukünftigen (Zahn-/Tier-) MedizinstudentInnen :)

Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr jetzt alle mitten in der TMS-Vorbereitung steckt und fleißig für euren TMS-Tag im November übt. Einige von euch sind vielleicht schon ganz aufgeregt, weil es euer erster TMS-Antritt ist, während andere eventuell schon das 2. Mal dabei sind und es ganz locker nehmen oder sich doch hin und wieder die Frage „was kann ich diesmal anders/besser machen?“ stellen.

Aufgrund meinem 2. TMS-Anlauf kann ich euch eins sagen: „TMS-Vorbereitung ist nicht gleich TMS-Vorbereitung. Das musste ich auf die harte Tour lernen. Doch wenn man aus seinen Fehlern lernt und an sich arbeitet, dann kann man alles schaffen!“ Aus diesem Grund möchte ich meine Erfahrung mit euch teilen und euch meine Ratschläge mit auf den Weg geben, damit ihr beim 2. TMS-Anlauf auch wirklich alles rausholen könnt.


KURZ ÜBER MICH

Ich bin der Huy-Hoang und hatte 2021 50 % im TMS. Ende 2021 kam dann die frohe Botschaft, dass man den TMS einmal wiederholen darf, woraufhin ich mich direkt entschieden habe dem ganzen „Spaß“ nochmal eine Chance zu geben. Am Ende war es die richtige Entscheidung, denn ich hatte dann 95 % im TMS 2022 (Mai) und kann jetzt endlich an meiner Traum Uni Medizin studieren.

WIE HABE ICH DAS NUN GESCHAFFT?


Tipp Nr. 1: DAS RICHTIGE MINDSET

Eines der wichtigsten Punkte für mich und für alle die auch solche „Overthinker“ sind, ist ein klares und entspanntes Mindset. Was heißt das nun konkret?

Zum einen solltet ihr euch klarmachen, weshalb ihr das Ganze hier macht und was euer Ziel in der Zukunft ist. Denn dieser Wunsch ist der Grundkern für eure Motivation und immer wenn ihr euch denkt „Boah schon wieder Quanti, ich habe echt keinen Bock mehr“ dann macht euch bewusst, dass all diese Anstrengungen euch langfristig an euer Ziel bringen werden und ihr euch jetzt einfach kurzfristig da durchbeißen müsst. Versucht also wirklich eine intrinsische Motivation zu schaffen (auch wenn es um Quanti geht), denn so kommt ihr Schritt für Schritt dem Traum vom Medizinstudium näher. Vermeidet dabei jede Art von Druck und Stress egal ob von außen oder von innen.

Nicht jeder ist dafür gemacht während der TMS-Vorbereitung zu arbeiten. Auch bei mir war es beim 1. Mal so, dass ich mit meinem FSJ und auch privat sehr gut eingespannt war und deswegen meine Zeit nicht effizient für den TMS nutzen konnte. 

Setzt da klare Grenzen und versucht euch dabei selbst einzuschätzen. Denn letztendlich ist der TMS für eure persönliche Zukunft sehr wichtig und das wird meistens auch von den Pflegedirektionen verstanden, sodass euch hier beispielsweise mit unbezahltem Urlaub unter die Arme gegriffen werden kann. 

Außerdem solltet ihr euch nicht selbst im Weg stehen. Ich weiß es ist ein enormer Druck, der auf euch lastet, denn es ist ein entscheidender Tag in eurem Leben, vor allem wenn es euer 2. TMS-Versuch ist. Dennoch solltet ihr dabei entspannt bleiben. Auch ich musste mit Druck von meinen Eltern kämpfen („Wann ich denn jetzt endlich mit dem Studium anfange?“) und machte mir teilweise auch Druck, da der Weg zum Medizinstudium so ewig erschien und alle meine Freunde schon mit dem Studium anfingen. Selbstfokus ist hier besonders gefragt, achtet also nicht so viel auf die anderen und konzentriert euch voll und ganz auf euch. Gleiches gilt auch während der Vorbereitung und im TMS. Hier solltet ihr bestenfalls nicht mit anderen über den TMS selbst reden. Glaubt mir es zieht euch nur runter, wenn ihr das Gefühl habt, weniger geschafft zu haben als die anderen.

Bewahrt dabei unbedingt einen klaren Kopf, denn es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten an einen Studienplatz zu kommen. Sei es der 2. TMS-Anlauf, ein FSJ, eine Ausbildung und vieles mehr. Und selbst, wenn es wirklich in Deutschland nicht klappt, dann gibt es so viele Möglichkeiten, wie ihr euren Traumstudienplatz bekommt. Letztendlich habe ich nach meinem Abitur zwei Jahre gebraucht, um einen Studienplatz zu erhalten, aber ich würde es immer wieder so tun, denn ich habe sehr viel Erfahrung in der Zeit für’s Leben gewonnen (FSJ, Rettungssanitäter-Ausbildung) und schlussendlich natürlich auch meinen Medizinstudienplatz erhalten.

Auch Stress ist ein wichtiger Faktor, der bei dem zweiten TMS-Anlauf und natürlich auch bei dem ersten Anlauf nicht unbeachtet werden sollte. Um Stress auch vor allem am Testtag zu vermeiden, benötigt ihr eine gute Vorbereitung. Diese sollte euch für den TMS selbstsicher machen, euch das Gefühl geben, dass ihr top vorbereitet seid und den TMS rocken werdet und euch somit jede Art von Angst nimmt. Achtet dabei auf folgende Punkte. 


  • Ausführlicher Lernplan mit Pausen
  • Zeitpuffer in die einzelnen Untertests einplanen
  • Automatisches Arbeitsschema entwickeln
  • Entspannungs- und Konzentrationsübungen
  • Gelegentliches Üben unter nicht optimalen Bedingungen (z.B. Übermüdung)
  • TMS-Material auf oder ggf. leicht über TMS-Niveau


Wenn ihr diese Aspekte in eure Vorbereitung integriert, dann lassen euch diese sicher und entspannt durch den TMS gleiten. 

Der Lernplan stärkt euer Selbstbewusstsein und ihr wisst, ihr habt genug getan bzw. geübt. Zeitpuffer in den einzelnen Tests nehmen euch den Zeitdruck während des TMS und ein automatisches Arbeitsschema, das ihr in vielen Untertests sehr gut anwenden könnt, hilft euch mit einem Blackout, starker Nervosität oder Angst umgehen zu können und gibt euch eine Arbeitsstruktur und somit wiederum mehr Sicherheit. Gute Entspannungs- oder Konzentrationsübungen helfen euch runterzukommen und euren Fokus (wieder) zu finden. Außerdem kann es ggf. mal hilfreich sein, dann zu trainieren, wenn man z.B etwas müde oder unkonzentriert ist. Denn unter solchen Bedingungen trainiert ihr euch zusammenzureißen und euch zu konzentrieren, wenn es eben mal nicht so einfach ist, was auch im TMS der Fall sein kann. Zu guter Letzt lassen euch Materialien auf oder sogar leicht über dem TMS-Niveau sicher fühlen, weil ihr dann auf alles vorbereitet seid und es euch im TMS dann ggf. einfacher fällt.

Ich weiß, dass ist sehr viel Text für so ein unscheinbares Thema, aber meiner Meinung nach wirklich das Ausschlaggebende, denn wenn ihr das schonmal beachtet, geht ihr wirklich genauso entspannt in den TMS wie Ich damals. Denn beim 2. Mal war es für mich wie ein Routineablauf und der ganze Druck und die Aufregung ging durch dieses Mindset nahezu komplett weg.


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    Tipp Nr. 2: DIE NACHBEREITUNG

    Ein weiterer Aspekt, den ich beim 1. Mal stark vernachlässigt habe, ist die ausführliche Nachbereitung. Diese ist fundamental, um sich in der TMS- Vorbereitung zu verbessern.

    Denn ihr erkennt eure Fehler und könnt aus diesen lernen. Außerdem werdet ihr merken, dass die Aufgaben zwar inhaltlich unterschiedlich sind, jedoch gewisse Fehler sich sehr ähneln und immer wieder auftreten, was für eine erfolgreiche Bearbeitung des TMS sehr relevant ist.


    Im Folgenden zeige ich euch, wie ich die Nachbereitung gemacht habe:

    • Punktzahl und benötigte Zeit rausgeschrieben und Tabelle mit Statistik geführt → Erkennung des Lernfortschrittes
    • Analyse der Untertests → Richtig-gelöste: Nachschauen und verstehen, Falsch-gelöste: Nochmal ohne Zeit bearbeiten und verstehen
    • Schriftliches Herausschreiben bzw. Zusammenfassen in Stichpunkten
    • Fokus auf:
      • Meine Fehler und Häufung der Fehler
      • Fallen und häufige Fragestellungen/Fehlerquellen/Signalwörter
      • Wie kann ich Fehler vermeiden oder mich verbessern?
    • Vor jeder Bearbeitung eines neuen Untertests die herausgeschriebenen Aspekte nochmal durchlesen und verinnerlichen


    Die Nachbereitung dient der Verbesserung der eigenen Strategien und dem Erkennen von häufigen Fehlerquellen. Außerdem könnt ihr anhand dessen euren Fokus in der Vorbereitung neu festlegen und auch mal andere Prioritäten setzen, wenn ihr merkt hier und da muss noch etwas mehr getan werden.

    Einen separaten und detaillierteren Blogeintrag zum Thema Nachbereitung mit gratis Nachbereitungsvorlage findet ihr auch auf unserer Website zum Download :)


    Tipp Nr. 3: MEINE KONKRETEN ÄNDERUNGEN IN DEN EINZELNEN TESTS

    Jetzt folgen noch konkrete Änderungen in den einzelnen Untertests, die ich anhand der Nachbereitung und auch anhand meiner Erfahrung beim 1. TMS-Durchlauf vorgenommen habe. Diese sind für jeden individuell verschieden, wenn ihr aber merkt, dass eure Strategie beim 1. TMS-Anlauf beispielsweise gar nicht geklappt hat, dann ändert euer Arbeitsschema beim 2. Mal und lernt aus euren Fehlern. Folgende Änderungen habe ich nach dem 1. Anlauf bzw. für den 2. Anlauf vorgenommen:

    1. Muster

    Hier kann ich einfach nur zum Kreuzblick raten. Gibt dem Ganzen eine Chance. Beim 1. Mal war ich auch sehr abgeneigt davon und wollte es nicht neu lernen. Beim 2. Mal wollte ich aber dringend was ändern und habe mit dem Kreuzblick hier 100% erreicht

    2. Med-Nat

    Hierbei habe ich bestimmte Sachverhalte, die mir bei der Vorbereitung unverständlich waren, nochmal skizziert und in der Vorbereitung auf den 2. TMS verinnerlicht, wie beispielsweise Sehnervenkreuzung, Geräusch-weiterleitung, Lungenvolumina, …

    3. Schlauchfiguren

    Bei diesem Untertest habe ich eigentlich nichts geändert. Die Strategie ist immer dieselbe, die in den meisten Büchern vorgestellt wird (HTM, Medguru, Stark). Ich habe hierbei lediglich die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht.

    4. Quanti

    Hier lag mein Fokus einfach auf der konstanten Wiederholung der Basics, denn wenn ihr diese beherrscht, dann könnt ihr einen Großteil der Aufgaben entspannt erledigen. Diese müssen einfach unbedingt sitzen. Da  fand ich das weiße Starkbuch sehr hilfreich.

    5. Figuren und Fakten

    Bitte übt diese Tests mindestens 3 Tage vor dem TMS nicht mehr, denn es schadet nur. Ich habe beim 1. Mal einfach 1 bis 2 Tage vor dem TMS Figuren und Fakten immer noch geübt und das war echt fatal, weil ihr nicht nur vollkommen durcheinander kommt, sondern auch weil eure Kreativität darunter leiden wird.

    Außerdem nimmt nur eine feste 5er Raumkonstellation bei der Loci-Methode. Ich hatte damals 2 mal 5 Räume und habe jeden Tag die Raumkomplexe gewechselt, somit sollte es angeblich möglich sein diesen Untertest jeden Tag zu üben. Leider hat mich das aber komplett durcheinandergebracht.

    6. Textverständnis

    Hier kann ich das sogenannte Speedreading empfehlen. Das habe ich mir ca. 1 Monat vor dem 2. TMS noch etwas angeeignet und es hat mir vor allem bei den Texten geholfen, die ich schon etwas besser kannte. Diese konnte ich sehr schnell durchlesen bzw. überfliegen. Viele Infos dazu gibt es im Internet. 

    7. Diagramme und Tabellen

    Habt hier bestenfalls irgendein Arbeitsschema parat, an das ihr euch orientieren könnt und seid gelassen, denn zu dem Zeitpunkt seid ihr nicht mehr in der Lage bei jeder Aufgabe willkürlich ranzugehen, sondern haltet euch an euer System und macht die Aufgaben gewissenhaft durch. 


    So das waren nun meine Tipps und Änderungen, die ich beim 2. Mal anders gemacht habe. Ich hoffe ich konnte euch irgendwie weiterhelfen und inspirieren vielleicht auch an euren Methoden zu feilen, um euch zu verbessern. Vor allem das richtige Mindset und eine ausführliche Nachbereitung sind das A und O, um alles aus dem TMS-Tag herauszuholen. Für weitere Tipps schaut auf jeden Fall auch in meinen Erfahrungsbericht mit meinen Top 10 Tipps für einen erfolgreichen TMS rein. Das findet ihr wie immer unter howtomed.de :)

    Bleibt am Ball! Ihr schafft das! 

    Viele Grüße :)

    Euer Huy-Hoang